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Annotated captions of Bruce Schneier: The security mirage in German

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Es gibt zwei Sicherheiten:

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Sicherheit als Gefühl und als Realität.

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und sie unterscheiden sich.

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Sie können sich sicher fühlen

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sogar, wenn sie es nicht sind.

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Und sie können sicher sein

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auch wenn sie sich nicht so fühlen.

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Wir haben zwei separate Konzepte

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verbunden mit demselben Begriff.

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Was ich mit diesem Vortrag erreichen möchte

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ist sie sauber zu trennen --

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aufzuzeigen wo sie voneinander abweichen

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und wo sie sich überschneiden.

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Tatsächlich ist der Begriff Sicherheit ein Problem.

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Es gibt nicht viele gute Bezeichnungen

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für die Modelle über die wir reden werden.

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Wenn wir Sicherheit

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aus wirtschaftlicher Sicht betrachten

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ist es ein Kompromiss.

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Immer wenn sie Sicherheit erhalten

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tauschen sie sie gegen etwas.

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Ob dies aus persönlichen Gründen –

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ob sie eine Alarmanlage zu Hause installieren –

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oder eine nationale Entscheidungen -- ob sie in einem anderen Land intervenieren --

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sie tauschen etwas ein

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sei es Geld oder Zeit, Komfort, Ressourcen

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vielleicht grundlegende Rechte.

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Die Frage bei Betrachtung von Sicherheit ist

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nicht ob es uns Sicherheit gibt,

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sonder ob es den Tausch wert ist.

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Sie haben in den letzten Jahren gehört,

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dass die Welt sicherer ist, weil Saddam Hussein nicht mehr an der Macht ist.

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Das mag stimmen ist aber nicht unbedingt relevant.

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Die Frage ist, ob es den Aufwand wert war?

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Und sie treffen die Entscheidung,

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ob es die Invasion wert war.

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So denken Sie über Sicherheit --

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aus wirtschaftlicher Sicht.

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Oft gibt es hier kein Richtig oder Falsch

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Einige von uns haben eine Alarmanlage zu Hause

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andere nicht.

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Und es hängt davon ab, wo wir leben

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ob wir alleine leben oder eine Familie haben

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wieviel Kram wir haben

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wie stark wir bereit sind das Risiko

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von Diebstahl in Kauf zu nehmen.

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Auch in der Politik

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gibt es verschiedene Meinungen.

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Oft geht es bei diesem Tausch

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um mehr als um Sicherheit

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und ich denke, das ist wirklich wichtig.

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Menschen haben einen natürliche Intuition

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in Bezug auf diese Tauschhandel.

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Wir treffen sie jeden Tag --

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gestern Nacht in meinem Hotelzimmer,

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als ich entschied die Tür doppelt abzuschließen,

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oder Sie, auf dem Weg hierher in ihrem Auto,

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wenn wir mittags essen gehen

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und wir entscheiden das Essen ist kein Gift und wir essen es.

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Wir machen diesen Tausch immer wieder

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viele Male, jeden Tag.

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Oft nehmen wir ihn nicht einmal war.

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Er ist Teil des Lebens; wir alle tun es.

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Jede Lebensform tut es.

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Stellen sie sich ein Kaninchen auf einem Feld vor das Gras isst,

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das Kaninchen sieht einen Fuchs.

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Dieses Kaninchen wird seine Sicherheit abwägen:

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"Sollte ich bleiben oder fliehen?"

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Und wenn sie darüber nachdenken,

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Kaninchen, die gut bei solchen Entscheidungen sind,

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neigen dazu, zu Leben und sich fortzupflanzen,

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Kaninchen, die schlecht darin sind

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werden gegessen werden oder verhungern.

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Denken Sie, dass wir,

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als erfolgreichste Spezies auf diesen Planeten --

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Sie, ich, alle –

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richtig gut sein sollten im Abwägen dieser Entscheidungen.

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Es scheint so, dass wir immer wieder

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hoffnungslos schlecht darin sind.

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Ich denke, dass ist eine grundlegend interessante Frage.

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Ich geben Ihnen die kurze Antwort.

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Die Antwort ist, dass wir auf das Gefühl von Sicherheit reagieren

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und nicht auf die Realität.

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In den meisten Fällen funktioniert dieses Modell.

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Meistens

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sind Gefühl und Realität das Gleiche.

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Sicherlich stimmt das

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für den größten Teil der menschlichen Vorgeschichte.

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Wir haben diese Fähigkeit entwickelt,

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weil es im Sinne der Evolution war.

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Eine Sicht ist,

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dass wir hochoptimiert sind

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für Gefahrensentscheidungen,

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die örtlich begrenzt auf das Leben in einem Familienverband

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im ostafrikanischen Hochland im Jahr 100 000 v. Chr. abgestimmt sind.

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2010 in New York nicht so sehr.

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Es gibt hier mehrere Verzerrungen beim Abschätzen von Gefahren.

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Es gibt dabei eine Menge gute Experimente.

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Und sie können sehen, dass bestimmte Verzerrungen immer und immer wieder vorkommen.

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Ich werde Ihnen vier nennen.

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Wir neigen dazu spektakuläre und seltene Gefahren zu übertreiben

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und allgemeine Gefahren herunterzuspielen --

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Fliegen gegenüber Autofahren.

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Das Unbekannte wird als

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gefährlicher wahrgenommen als das Gewohnte.

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Ein Beispiel ist,

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dass Menschen sich vor der Entführung durch Fremde fürchten

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während Daten zeigen, dass eine Entführung durch Verwandte üblicher ist.

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Das gilt für Kinder.

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Drittens, personifizierte Gefahren

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werden stärker wahrgenommen als anonyme Gefahren --

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deshalb erschreckt uns Bin Laden mehr, weil er einen Namen hat.

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Und viertens

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unterschätzen Menschen Gefahren

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in Situationen, die Sie kontrollieren

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und überschätzen Sie in Situationen, die sie nicht kontrollieren.

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Sobald sie anfangen zu rauchen oder skydiven,

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spielen sie die Gefahren herunter.

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Wenn eine Gefahr Druck auf Sie ausübt -- Terrorismus war ein gutes Beispiel --

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werden Sie übertreiben, weil sie nicht das Gefühl haben, dass es in ihrer Macht liegt.

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Es gibt einige andere dieser Verzerrungen, sogenannte kognitive Verzerrungen,

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die unsere Gefahrensabwägung beeinträchtigen.

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Da ist die Verfügbarkeitsheuristik,

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was im Grunde bedeutet,

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dass wir die Wahrscheinlichkeit von etwas danach abschätzen,

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wie leicht man sich an ähnliche Beispiele erinnert.

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Sie können sich also vorstellen, wie das funktioniert.

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Wenn sie oft von einer Tigerattacke hören, dann müssen viele Tiger in der Gegend sein.

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Wenn sie nicht viel über Löwenangriffe hören, dann sind nicht viele Löwen in der Gegend

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Das funktioniert solange bis wir Zeitungen erfinden.

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Weil Zeitungen

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immer und immer wieder seltene Gefahren

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besprechen.

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Ich erzähle Leuten, wenn es in den Nachrichten ist, dann sorge dich nicht darüber.

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Weil laut Definition

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Nachrichten etwas sind, das fast nie passiert.

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(Gelächter)

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Wenn etwas so gewöhnlich ist, dass es keine Nachricht mehr ist --

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Autounfälle, häusliche Gewalt --

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das sind Gefahren über die sie sich Sorgen sollten.

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Wir sind außerdem eine Spezies der Geschichtenerzähler.

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Wir sprechen auf Geschichten besser an als auf Daten.

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Und dazu kommt noch etwas von unserer Rechenschwäche.

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Ich meine der Scherz "Eins, Zwei, Drei, ganz viele" ist irgendwo richtig.

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Wir sind richtig gut mit kleinen Zahlen.

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Eine Mango, zwei Mangos, drei Mangos,

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10.000 Mangos, 100.000 Mangos --

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Es sind immer noch mehr Mangos als Sie essen können bevor sie verfaulen.

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Die Hälfte, ein Viertel, ein Fünftel -- wir sind gut darin.

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Ein Millionstel, ein Milliardstel --

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sie passieren beide so gut wie nie.

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Wir haben also Schwierigkeiten mit Risiken

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die nicht alltäglich sind.

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Und was diese kognitiven Verzerrungen tun,

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ist dass sie als Filter zwischen uns und der Realität agieren.

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Und das Ergebnis

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ist das Gefühl und Realität aus dem Gleichgewicht geraten,

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sie unterscheiden sich.

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Jetzt haben sie entweder ein Gefühl -- Sie fühlen sich sicherer als sie sind.

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Da ist ein falsches Empfinden von Sicherheit.

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Oder andersherum,

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und das ist ein falsches Empfinden von Unsicherheit.

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Ich schreibe viel über das "Sicherheitstheater"

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was Produkte sind, die den Menschen ein sicheres Gefühl geben,

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aber genau genommen gar nichts bewirken.

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Es gibt kein richtiges Wort für die Dinge, die uns Sicherheit geben,

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aber uns nicht Sicherheit fühlen lassen.

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Vielleicht ist das was die CIA für uns tun sollte.

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Zurück zu Wirtschaftswissenschaften.

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Wenn die Wirtschaft, wenn der Markt Sicherheit antreibt,

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und wenn Leute Kompromisse machen

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basierend auf dem Gefühl von Sicherheit,

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dann ist es geschickt für Firmen

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für einen wirtschaftlichen Bonus

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Menschen ein sicheres Gefühl zu geben.

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Und es gibt zwei Wege das zu tun.

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Erstens können sie Leute tatsächlich Sicherheit geben

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und hoffen, dass sie es bemerken.

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Oder zweitens, sie geben den Leuten nur ein Gefühl von Sicherheit

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und hoffen dass sie es nicht bemerken.

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Was nehmen die Leute wahr ?

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Nun einige Dinge:

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Verständnis von Sicherheit,

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der Risiken, der Gefahren,

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der Gegenmaßnahmen, wie sie funktionieren.

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Je mehr Sie über diese Dinge Bescheid wissen

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desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Gefühle mit der Realität übereinstimmen.

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Genügend Beispiele aus der realen Welt helfen.

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Wir alle wissen die Kriminalitätsrate in unserer Nachbarschaft,

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weil wir dort leben, und wir bekommen ein Gefühl dafür

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das im Grunde der Realität entspricht.

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Das Sicherheitstheater wird aufgedeckt,

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wenn es offensichtlich ist, dass es nicht richtig funktioniert.

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Okay, was löst die Wahrnehmung bei den Leuten aus?

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Nun, ein unzureichendes Verständnis.

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Wenn sie die Risiken nicht verstehen, verstehen sie nicht die Kosten,

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werden sie wahrscheinlich falsch abwägen

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und ihr Gefühl wird nicht mit der Realität übereinstimmen.

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Nicht genug der Beispiele.

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Ereignissen geringer Wahrscheinlichkeit

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haftet ein Problem an:

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wenn zum Beispiel,

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Terrorismus fast nie passiert,

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ist es wirklich schwierig die Effektivität

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von Antiterrormaßnahmen zu beurteilen.

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Das ist der Grund warum wir Jungfrauen opfern,

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und warum mystische Erklärungen einfach gut funktionieren.

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Es gibt nicht genug Beispiele für Misserfolge.

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Dazu Gefühle, die Tatsachen verschleiern --

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die kognitiven Verzerrungen über die ich vorher gesprochen habe,

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Ängste, verbreiteter Glaube

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sind im Kern ein unpassendes Modell der Realität.

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Lassen Sie mich die Dinge verkomplizieren.

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Ich habe Gefühl und Realität

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Ich möchte ein drittes Element hinzufügen: Modelle

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Gefühle und Modelle sind in unserem Kopf

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Realität ist die Welt da draußen.

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Es ändert sich nicht; es ist real.

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Gefühle basieren auf unserer Intuition.

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Modelle basieren auf Ursachen.

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Das ist grundlegende Unterschied.

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In einer primitiven und einfachen Welt,

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gibt es wirklich kein Grund für ein Modell.

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Weil das Gefühl der Realität so nah ist,

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brauchen sie kein Modell.

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Aber in einer modernen und komplexen Welt

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brauchen sie Modelle

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um die vielen Risiken mit denen wir konfrontiert sind zu verstehen.

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Es gibt kein Gefühl für Bakterien.

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Sie brauchen ein Modell um sie zu verstehen.

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Dieses Modell

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ist eine intelligente Darstellung der Realität.

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Es ist natürlich begrenzt durch Wissenschaft

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durch Technik.

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Wir konnten keine Theorie der Keime entwickeln

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bevor wir die Mikroskope erfunden hatten, um sie zu sehen.

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Es ist begrenzt durch unsere kognitiven Verzerrungen,

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hat aber die Fähigkeit,

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unsere Gefühle außer Kraft zu setzen.

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Woher bekommen wir diese Modelle? Wir bekommen sie von anderen.

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Wir bekommen sie von Religion, Kultur,

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Lehrern, Älteren.

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Vor einigen Jahren

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war ich auf Safari in Südafrika.

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Der Fährtenleser mit dem ich dort war, wuchs im Krüger Nationalpark auf.

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Er hatte einige sehr komplizierte Modelle wie man überlebt.

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Und es hing davon ab ob wir von einem Löwen, Leoparden,

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Rhinozeros oder einem Elefanten angegriffen werden --

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und wann man weglaufen muss, und wann man auf einen Baum klettern muss --

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wann mann niemals auf einen Baum klettern kann.

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Ich wäre innerhalb eines Tages gestorben,

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aber er war dort geboren

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und verstand sich darauf zu überleben.

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Ich bin in New York City geboren.

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Ich hätte ihn mit nach New York nehmen können und er wäre innerhalb eines Tages gestorben.

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(Gelächter)

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Weil wir verschiedene Modelle haben

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basierend auf unseren unterschiedlichen Erfahrungen.

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Modelle können aus den Medien kommen,

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von unseren gewählten Vertretern.

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Denken sie an Modelle über Terrorismus,

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Kindesentführung

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Sicherheit im Flugzeug, Sicherheit im Auto.

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Modelle können aus der Industrie kommen.

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Die beiden, die ich verfolge sind Überwachungskameras

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und Ausweise,

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etliche unserer Computersicherheitsmodelle kommen daher.

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Viele Modelle kommen aus der Wissenschaft.

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Gesundheitsmodelle sind ein tolles Beispiel.

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Denken sie an Krebs, Vogelgrippe, Schweinegrippe, SARS.

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Alle unserer Gefühle von Sicherheit

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über diese Krankheiten

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kommen von Modellen

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die uns, wirklich, von der Wissenschaft gefiltert durch die Medien gegeben werden.

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Modelle können sich ändern.

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Modelle sind nicht statisch.

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Je wohler wir uns in einer Umgebung fühlen,

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desto eher stimmt unser Modell mit unserem Gefühl überein.

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Ein Beispiel mag sein,

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wenn Sie 100 Jahre zurück gehen

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als Elektrizität allmählich eingeführt wurde,

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gab es eine Menge Ängste.

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Ich meine, es gab Leute, die Angst hatten Türklingeln zu drücken,

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weil sie mit Elektrizität betrieben wurden, und die war gefährlich.

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Für uns ist Elektrizität einfach banal.

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Wir wechseln Glühbirnen

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ohne darüber nachzudenken.

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Unser Modell der Sicherheit um Elektrizität

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ist etwas in das wir hineingeboren wurden.

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Es hat sich nicht geändert als wir aufwuchsen

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und wir sind gut darin.

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Oder denken sie an die Risiken

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des Internet über Generationen hinweg --

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wie unsere Eltern Sicherheit im Internet herangehen,

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und wie wir das tun,

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oder unsere Kinder es tun werden.

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Modelle verschwinden letztendlich in den Hintergrund.

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Intuitiv ist nur ein anderes Wort für vertraut.

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Wenn Ihr Modell nah an der Realität ist

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und es mit den Gefühlen verschmilzt,

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wissen sie oft gar nicht dass es da ist.

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Ein schönes Beispiel dafür

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gab es letztes Jahr mit der Schweinegrippe.

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Als die Schweinegrippe zuerst auftrat

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verursachten die ersten Nachrichten eine Menge Überreaktionen.

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Jetzt hatte sie einen Namen

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was sie erschreckender machte als die gewöhnliche Grippe,

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obwohl die mehr Tode auslöste.

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Die Leute dachten, dass Ärzte in der Lage sein sollten damit umzugehen.

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Es gab also ein Gefühl mangelnder Kontrolle.

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Diese beiden Dinge

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ließen das Risiko größer erscheinen als es war.

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Als die Neuartigkeit nachließ, die Monate vorbeigingen

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gab es ein Maß an Toleranz

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die Leute hatten sich daran gewöhnt.

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Es gab keine neuen Erkenntnisse, aber weniger Angst.

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Im Herbst

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dachten die Leute

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die Ärzte sollten mittlerweile das Problem gelöst haben.

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Und es gab eine Art Zweiteilung --

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die Leute hatten zu wählen

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zwischen Angst und Akzeptanz --

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wirklicher Angst und Desinteresse --

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sie wählten eine Art von Misstrauen.

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Als die Impfung letzten Winter verfügbar war,

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gab es eine Menge Leute -- eine überraschende Anzahl --

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die sich weigerten sie zu nehmen. --

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ein schönes Beispiel

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wie das Gefühl der Sicherheit der Leute sich ändert, wie sich ihr Modell ändert,

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irgendwie chaotisch

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ohne neue Information,

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ohne neuen Input.

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So etwas ähnliches passiert häufig.

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Ich werde ihnen eine weitere Komplikation zeigen.

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Wir haben Gefühl, Modell, Realität.

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Ich habe eine sehr relativistische Sicht auf Sicherheit.

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Ich denke es hängt vom Beobachter ab.

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Und die meisten Sicherheitsentscheidungen

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sind eine Vielzahl von Menschen involviert.

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Lobbyisten

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mit bestimmten Zielkonflikten

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werden versuchen die Entscheidung zu beeinflussen.

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Ich nenne das ihre Agenda.

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Agenda, Sie wissen ja --

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das ist Marketing, das ist Politik --

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der Versuch, Sie zu überzeugen, ein Modell gegen ein anderes zu stellen,

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der Versuch, sie zu überzeugen, ein Modell zu ignorieren

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und ihren Gefühlen zu vertrauen.

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Leute mit Modellen, die sie nicht mögen, an den Rand zu drängen.

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Das ist nicht ungewöhnlich.

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Ein Beispiel, ein tolles Beispiel, ist die Gefahr des Rauchens.

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In der Geschichte der letzten 50 Jahre zeigt die Gefahr des Rauchens,

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wie sich ein Modell ändert,

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und es zeigt wie eine Industrie gegen

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ein Modell ankämpft, welches sie nicht mögen.

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Vergleichen Sie dazu die Mitraucherdebatte --

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die etwa zwanzig Jahre hinterher hinkt.

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Denken sie an Sicherheitsgurte.

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Als ich ein Kind war, trug niemand einen Sicherheitsgurt.

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Heutzutage wird kein Kind Sie fahren lassen

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wenn sie nicht einen Sicherheitsgurt tragen.

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Vergleichen Sie dazu die Airbag-Debatte --

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die wahrscheinlich 30 Jahre hinten liegt.

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Alles Beispiele der Veränderung von Modellen.

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Was wir lernen ist, dass es schwer ist, Modelle zu ändern.

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Modelle sind schwer abzuschütteln.

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Wenn sie Ihren Gefühlen entsprechen,

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wissen Sie noch nicht einmal, dass Sie ein Modell haben.

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Und es gibt noch eine andere kognitive Verzerrung:

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Ich nenne es Bestätigungsfehler,

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indem wir dazu tendieren Daten zu akzeptieren

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die unseren Glaubensatz bestätigen

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und Daten abzulehnen die unserem Glaubensatz widersprechen.

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Also werden wir Beweise gegen unser Modell

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wahrscheinlich ignorieren sogar wenn sie zwingend sind.

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Es muss schon sehr zwingend sein, ehe wir aufmerksam werden.

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Neue Modelle, die über längere Zeiträume reichen sind schwierig.

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Globale Erwärmung ist ein tolles Beispiel.

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Wir sind schrecklich

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mit Modellen, die sich über 80 Jahre erstrecken.

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Wir können die nächste Ernte machen.

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Wir können funktionieren solange bis unsere Kinder aufwachsen.

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Aber 80 Jahre, darin sind wir einfach nicht gut.

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Es ist also ein sehr schwierig zu akzeptierendes Modell.

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Wir können beide Modell gleichzeitig in unserem Kopf haben

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oder diese Art von Problem,

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wo wir beide Glaubenssätze zusammenhalten

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oder die kognitive Dissonanz.

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Letztendlich

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wird das neue Modell das alte ersetzen

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Starke Gefühle können ein Modell schaffen.

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Der 11. September schaffte ein solches Sicherheitsmodell

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in den Köpfen vieler Leute.

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Auch eine persönliche Erfahrung mit einer Straftat kann dies tun,

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persönliches Gesundheitsrisiko.

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ein Gesundheitsrisiko in den Nachrichten.

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Diese Momente werden von Psychiatern

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Blitzlichtmomente genannt.

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Sie können unmittelbar ein Modell schaffen,

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weil sie sehr gefühlsgeladen sind.

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In der technisierten Welt

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haben wir nicht die Erfahrung

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Modelle zu beurteilen.

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Und wir sind auf andere angewiesen. Wir sind auf Stellvertreter angewiesen.

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Ich meine dies funktioniert so lange es darum geht, andere zu korrigieren.

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Wir vertrauen auf staatliche Vertretungen,

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uns mitzuteilen welche Arzneimittel sicher sind.

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Ich bin gestern her geflogen.

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Ich habe das Flugzeug nicht überprüft.

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Ich vertraute einer anderen Gruppe,

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festzustellen ob mein Flugzeug sicher war um damit zu fliegen.

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Wir sind hier, niemand von uns fürchtet, dass uns das Dach auf den Kopf fällt,

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nicht weil wir es überprüft haben,

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sondern weil wir ziemlich sicher sind,

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dass die Gebäudevorschriften hier sehr gut sind.

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Es ist ein Modell, dass wir einfach akzeptieren

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größtenteils durch Glauben.

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Und das ist in Ordnung.

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Was wir wollen

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ist das Leute sich mit besseren

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Modellen anfreuden --

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sie mit ihren Gefühlen reflektiert haben --

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um ihnen zu erlauben Sicherheitsabwägungen zu machen.

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Wenn diese aus dem Gleichgewicht geraten,

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dann haben sie zwei Optionen.

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Erstens, sie können die Gefühle der Leute richten,

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direkt an Gefühle appelieren.

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Es ist Manipulation, aber es kann funktionieren.

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Zweitens, der ehrlichere Weg ist,

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das Modell direkt in Ordnung zu bringen.

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Veränderungen passieren langsam.

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Die Raucherdebatte brauchte 40 Jahre,

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und das war eine einfache.

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Einige dieser Dinge sind schwer.

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Ich meine richtig schwer,

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Information scheint unsere beste Hoffnung zu sein.

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Und ich habe gelogen.

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Erinnern sie sich, als ich Gefühl, Modell, Realität sagte.

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Ich sagte Realität verändert sich nicht. Tatsächlich ändert sie sich.

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Wir leben in einer technisierten Welt;

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Realität verändert sich die ganze Zeit.

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Wir mögen -- zum ersten Mal für unsere Art -- folgende Situation haben

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Gefühl jagt Modell, Modell jagt Realität, Realität ist in Bewegung --

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sie mögen nie aufschließen.

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Wir wissen es nicht.

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Aber langfristig

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sind sowohl Gefühl als auch Realität wichtig.

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Und ich möchte mit zwei kurzen Geschichten schließen um dies hervorzuheben.

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1982 -- ich weiß nicht ob die Leute sich daran erinnern --

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gab es eine kurze Epidemie

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von Tylenol Vergiftungen in den Vereinigten Staaten.

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Es ist eine schreckliche Geschichte. Irgendjemand nahm eine Flasche Tylenol,

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füllte Gift hinein, verschloss sie und stellte sie wieder ins Regal.

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Irgendjemand anderes kaufte die Flasche und starb.

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Dies ängstigte die Leute.

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Es gab einige Nachahmungsfälle.

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Es gab kein reales Risiko, aber die Leute fürchteten sich.

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Und dies ist wie

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die fälschungssichere Pharmaindustrie erfunden wurde.

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Diese fälschungssichere Verschlüsse gingen daraus hervor.

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Es ist ein komplettes Sicherheitstheater.

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Als Hausaufgabe denken Sie sich 10 Wege aus, diese zu umgehen.

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Ich nenne ihnen einen Weg, eine Spritze.

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Aber die Leute fühlen sich besser.

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Es glich ihr Gefühl der Sicherheit an

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die Realität an.

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Letzte Geschichte, einige Jahre her, gebar eine Freundin von mir ein Kind.

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Ich besuchte sie im Krankenhaus.

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Es stellte sich heraus, wenn heutzutage ein Kind geboren wird,

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bringen sie am Kind ein RFID Armband

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mit einem dazugehörigen für die Mutter an,

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Wenn irgendjemand anderes als die Mutter das Baby aus der Entbindungsstation nimmt,

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geht ein Alarm los.

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Ich sagte: "Das ist irgendwie klasse.

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Ich wundere mich wie grassierend Kinderklau

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aus Krankenhäusern ist."

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Ich ging nach Haus und guckte es nach.

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Es passiert so gut wie nie.

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Aber wenn Sie darüber nachdenken,

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wenn Sie im Krankenhaus sind,

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und Sie müssen ein Baby von seiner Mutter

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für einige Tests aus dem Raum bringen,

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haben Sie besser ein ziemlich gutes Sicherheitstheater,

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oder sie wird ihnen einen Arm ausreißen.

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(Gelächter)

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Es ist also wichtig für uns,

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für solche von uns, die Sicherheit gestalten,

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auf die Sicherheitsregelung zu schauen

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oder sogar auf die öffentliche Regelung,

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die in Ihrer Art Einfluss auf die Sicherheit haben.

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Es ist nicht nur Realität, es ist Gefühl und Realität.

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Was wichtig ist,

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ist dass sie ungefähr gleich sein müssen.

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Es ist wichtig, dass wenn unsere Gefühle mit der Realität übereinstimmen,

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wir bessere Sicherheitsabwägungen machen.

jweidner 20:40
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Vielen Dank.

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(Applaus)