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Transcript for Grundeinkommen Trailer
| Time | Content |
|---|---|
| 00:22 → 00:24 |
Dass der Mensch fliegen könne, |
| 00:24 → 00:26 |
war über Jahrtausende eine Utopie. |
| 00:27 → 00:28 |
Dass es nicht ging |
| 00:28 → 00:30 |
sah man an denen, die es versuchten. |
| 00:31 → 00:33 |
Technisch ist es |
| 00:33 → 00:35 |
eine Selbstverständlichkeit geworden. |
| 00:36 → 00:38 |
Im Grunde genommen führt ein Grundeinkommen |
| 00:38 → 00:40 |
zu einer freieren Gesellschaft. |
| 00:40 → 00:41 |
Das ist das Entscheidende! |
| 00:41 → 00:43 |
Es führt weg von der Lohnabhängigkeit |
| 00:43 → 00:45 |
und es führt hin zu mehr Selbständigkeit. |
| 00:48 → 00:50 |
Ein Grundeinkommen ist möglich |
| 00:51 → 00:54 |
bedingungslos für alle |
| 00:55 → 00:57 |
wenn wir wissen warum |
| 00:58 → 00:59 |
Und jetzt stöhnen wir: |
| 00:59 → 01:01 |
Wir haben keine Arbeitsplätze. |
| 01:01 → 01:03 |
Und niemand sagt uns: |
| 01:03 → 01:05 |
Ja, verdammt noch mal, dafür haben wir |
| 01:05 → 01:07 |
doch die letzten 100 Jahre schwer gearbeitet, |
| 01:07 → 01:10 |
damit wir nicht mehr schwer arbeiten müssen! |
| 01:10 → 01:12 |
Das sagt keine politische Partei. |
| 01:12 → 01:14 |
Und das ärgert mich zu Tode. |
| 01:15 → 01:17 |
Die Sozialsysteme sind veraltet, |
| 01:17 → 01:20 |
ihre Finanzierung frisst sich selber auf. |
| 01:20 → 01:24 |
In Deutschland gehen 41% der Bevölkerung |
| 01:24 → 01:27 |
einer bezahlten Arbeit nach. |
| 01:27 → 01:30 |
Alle anderen leben von Transfereinkommen, |
| 01:30 → 01:34 |
Einkommen, die nicht unmittelbar mit Arbeit verbunden sind. |
| 01:34 → 01:36 |
Wirtschaftswachstum heißt heute nicht mehr, |
| 01:36 → 01:39 |
dass dabei mehr Arbeitsplätze entständen. |
| 01:41 → 01:45 |
Die Rationalisierung macht die Erfolgsgeschichte. |
| 01:54 → 01:57 |
Wie die Erfolgsgeschichte weiter geht, stellt diese Frage: |
| 01:57 → 02:03 |
"Was würden sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?. |
| 02:03 → 02:04 |
Das Grundeinkommen kommt! |
| 02:04 → 02:07 |
Aber nicht von oben und nicht oben drauf, |
| 02:09 → 02:12 |
sondern es wächst in das bestehende Einkommen. |
| 02:12 → 02:15 |
Mehr Geld in der Tasche hätten nur die, |
| 02:15 → 02:18 |
die heute weniger haben. |
| 02:18 → 02:21 |
Aber für alle schafft das Grundeinkommen |
| 02:21 → 02:23 |
mehr gleiche Augenhöhe. |
| 02:23 → 02:27 |
Es würde sich einiges ändern in der Unternehmenskultur, |
| 02:27 → 02:28 |
in der Familie, |
| 02:28 → 02:31 |
am Arbeitsmarkt. |
| 02:32 → 02:34 |
Mit der Einführung eines Grundeinkommens |
| 02:34 → 02:37 |
nähme die Schaffung unentgeltlicher Werte zu |
| 02:37 → 02:40 |
und damit auch die wirtschaftliche Dynamik |
| 02:40 → 02:41 |
für Alle! |
| 02:42 → 02:44 |
Und jetzt kommen die daher, |
| 02:44 → 02:46 |
diese jungen Leute, |
| 02:46 → 02:48 |
die sich überhaupt nicht disziplinieren müssen, |
| 02:48 → 02:50 |
und denen soll nun Geld gegeben werden? |
| 02:50 → 02:53 |
Das ist ein Skandal! |
| 02:53 → 02:56 |
Dieses Argument steht, glaube ich, |
| 02:56 → 02:59 |
hinter der Ablehnung des Grundeinkommens. |
| 03:09 → 03:12 |
Im Einkommen hat sich die Mentalität der Selbstversorgung erhalten. |
| 03:13 → 03:16 |
In der Fremdversorgung ist der Ertrag meiner Arbeit, dass andere satt werden. |
| 03:18 → 03:21 |
Und in diesem Paradigmenwechsel |
| 03:21 → 03:23 |
muss es doch wohl beschämend sein, |
| 03:23 → 03:26 |
wenn ich den Anderen, der für mich arbeitet, verdonnere, |
| 03:26 → 03:28 |
dass er in den Staub kriechen muss, |
| 03:28 → 03:30 |
damit er überleben kann. |
| 03:30 → 03:32 |
Die Wirtschaft hat die Aufgabe, |
| 03:32 → 03:35 |
die Menschen von der Arbeit zu befreien. |
| 03:36 → 03:38 |
Von der Arbeit zu befreien, |
| 03:38 → 03:41 |
heißt auch zur Arbeit zu befreien. |
| 03:41 → 03:43 |
"Freiheit statt Freizeit" |
| 03:43 → 03:45 |
Wie hoch wäre der "Return on Investment", wenn es ein Grundeinkommen gäbe? |
| 03:45 → 03:48 |
Der ist, denke ich, sehr hoch. |
| 03:48 → 03:51 |
Für mich hat das Grundeinkommen auch |
| 03:51 → 03:53 |
eine Funktion von Demokratie-Pauschale. |
| 03:53 → 03:54 |
Menschen werden weniger erpressbar, |
| 03:54 → 03:56 |
wenn sie materiell grundabgesichert sind. |
| 03:57 → 03:59 |
Also, ich bin skeptisch. |
| 03:59 → 04:02 |
Sehr skeptisch. Und zwar... |
| 04:02 → 04:05 |
...weil dann keiner mehr zur Arbeit zu bewegen ist? |
| 04:06 → 04:09 |
Untergräbt ein Grundeinkommen die Leistungsgesellschaft? |
| 04:09 → 04:12 |
Brächte ein Grundeinkommen die Menschen näher zusammen? |
| 04:12 → 04:15 |
Oder ließe es die Zwei-Klassengesellschaft |
| 04:15 → 04:17 |
weiter auseinanderdriften? |
| 04:17 → 04:20 |
Ein Grundeinkommen ist keine Wohltätigkeit. |
| 04:20 → 04:23 |
Es ist keine bloße Unterstützung. |
| 04:23 → 04:26 |
Es ist ein Bürgerrecht. |
| 04:32 → 04:34 |
Jede spätere Zeit macht ernst mit dem, |
| 04:34 → 04:36 |
was zuvor nur gedacht wurde. |
| 04:37 → 04:40 |
Ist das Grundeinkommen eine Phantasie? Oder Vernunft? |
| 04:42 → 04:45 |
Ich glaube, das ist rational und wirtschaftlich. |
| 04:46 → 04:49 |
Und wie das zu finanzieren wäre, ist auch rational. |
| 04:50 → 04:55 |
So sind die Steuern auf Arbeit heute im Preis eines Produktes versteckt. |
| 04:55 → 04:58 |
Zahlen tut sie der Konsument. |
| 04:58 → 05:03 |
So sähe es aus, wenn die Steuern auch erst beim Konsumenten erhoben würden |
| 05:04 → 05:09 |
und so, wenn mit der Konsumsteuer auch das Grundeinkommen transferiert wird. |
| 05:09 → 05:12 |
Wenn diese Latte-Macchiato dann beim Gast auf dem Tisch steht, |
| 05:12 → 05:16 |
setzt sich ihr Preis so zusammen. |
| 05:16 → 05:19 |
Die Kosten der Arbeit wären erheblich gesunken. |
| 05:19 → 05:22 |
Aber nicht die Einkommen der MitarbeiterInnen. |
| 05:22 → 05:25 |
Heute: minus Steuer. |
| 05:25 → 05:28 |
Dann: plus Grundeinkommen! |
| 05:28 → 05:31 |
Und mit einem Grundeinkommen, ausgezahlt an jeden |
| 05:31 → 05:34 |
- als Steuerfreibetrag - |
| 05:34 → 05:37 |
würde die Konsumsteuer sogar progressiv. |
| 05:37 → 05:40 |
Erst wer das Doppelte des Grundeinkommensbetrages ausgibt, |
| 05:40 → 05:43 |
zahlt dann real Steuern. |
| 05:45 → 05:48 |
Anfangen könnte man mit dem Grundeinkommen |
| 05:48 → 05:52 |
bei den Kindern, z.B. ab Jahrgang 2000. |
| 05:52 → 05:55 |
Und mit den Kindern wächst es in die Gesellschaft hinein. |
| 05:55 → 05:58 |
Anfangen kann man aber auch beim eigenen Einkommen, |
| 05:59 → 06:03 |
indem man es einmal anders denkt. |

