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Transcript for Grundeinkommen Trailer

Time Content
00:22 → 00:24

Dass der Mensch fliegen könne,

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war über Jahrtausende eine Utopie.

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Dass es nicht ging

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sah man an denen, die es versuchten.

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Technisch ist es

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eine Selbstverständlichkeit geworden.

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Im Grunde genommen führt ein Grundeinkommen

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zu einer freieren Gesellschaft.

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Das ist das Entscheidende!

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Es führt weg von der Lohnabhängigkeit

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und es führt hin zu mehr Selbständigkeit.

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Ein Grundeinkommen ist möglich

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bedingungslos für alle

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wenn wir wissen warum

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Und jetzt stöhnen wir:

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Wir haben keine Arbeitsplätze.

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Und niemand sagt uns:

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Ja, verdammt noch mal, dafür haben wir

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doch die letzten 100 Jahre schwer gearbeitet,

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damit wir nicht mehr schwer arbeiten müssen!

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Das sagt keine politische Partei.

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Und das ärgert mich zu Tode.

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Die Sozialsysteme sind veraltet,

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ihre Finanzierung frisst sich selber auf.

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In Deutschland gehen 41% der Bevölkerung

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einer bezahlten Arbeit nach.

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Alle anderen leben von Transfereinkommen,

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Einkommen, die nicht unmittelbar mit Arbeit verbunden sind.

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Wirtschaftswachstum heißt heute nicht mehr,

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dass dabei mehr Arbeitsplätze entständen.

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Die Rationalisierung macht die Erfolgsgeschichte.

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Wie die Erfolgsgeschichte weiter geht, stellt diese Frage:

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"Was würden sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?.

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Das Grundeinkommen kommt!

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Aber nicht von oben und nicht oben drauf,

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sondern es wächst in das bestehende Einkommen.

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Mehr Geld in der Tasche hätten nur die,

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die heute weniger haben.

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Aber für alle schafft das Grundeinkommen

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mehr gleiche Augenhöhe.

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Es würde sich einiges ändern in der Unternehmenskultur,

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in der Familie,

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am Arbeitsmarkt.

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Mit der Einführung eines Grundeinkommens

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nähme die Schaffung unentgeltlicher Werte zu

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und damit auch die wirtschaftliche Dynamik

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für Alle!

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Und jetzt kommen die daher,

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diese jungen Leute,

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die sich überhaupt nicht disziplinieren müssen,

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und denen soll nun Geld gegeben werden?

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Das ist ein Skandal!

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Dieses Argument steht, glaube ich,

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hinter der Ablehnung des Grundeinkommens.

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Im Einkommen hat sich die Mentalität der Selbstversorgung erhalten.

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In der Fremdversorgung ist der Ertrag meiner Arbeit, dass andere satt werden.

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Und in diesem Paradigmenwechsel

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muss es doch wohl beschämend sein,

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wenn ich den Anderen, der für mich arbeitet, verdonnere,

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dass er in den Staub kriechen muss,

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damit er überleben kann.

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Die Wirtschaft hat die Aufgabe,

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die Menschen von der Arbeit zu befreien.

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Von der Arbeit zu befreien,

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heißt auch zur Arbeit zu befreien.

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"Freiheit statt Freizeit"

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Wie hoch wäre der "Return on Investment", wenn es ein Grundeinkommen gäbe?

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Der ist, denke ich, sehr hoch.

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Für mich hat das Grundeinkommen auch

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eine Funktion von Demokratie-Pauschale.

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Menschen werden weniger erpressbar,

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wenn sie materiell grundabgesichert sind.

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Also, ich bin skeptisch.

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Sehr skeptisch. Und zwar...

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...weil dann keiner mehr zur Arbeit zu bewegen ist?

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Untergräbt ein Grundeinkommen die Leistungsgesellschaft?

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Brächte ein Grundeinkommen die Menschen näher zusammen?

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Oder ließe es die Zwei-Klassengesellschaft

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weiter auseinanderdriften?

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Ein Grundeinkommen ist keine Wohltätigkeit.

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Es ist keine bloße Unterstützung.

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Es ist ein Bürgerrecht.

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Jede spätere Zeit macht ernst mit dem,

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was zuvor nur gedacht wurde.

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Ist das Grundeinkommen eine Phantasie? Oder Vernunft?

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Ich glaube, das ist rational und wirtschaftlich.

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Und wie das zu finanzieren wäre, ist auch rational.

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So sind die Steuern auf Arbeit heute im Preis eines Produktes versteckt.

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Zahlen tut sie der Konsument.

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So sähe es aus, wenn die Steuern auch erst beim Konsumenten erhoben würden

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und so, wenn mit der Konsumsteuer auch das Grundeinkommen transferiert wird.

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Wenn diese Latte-Macchiato dann beim Gast auf dem Tisch steht,

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setzt sich ihr Preis so zusammen.

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Die Kosten der Arbeit wären erheblich gesunken.

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Aber nicht die Einkommen der MitarbeiterInnen.

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Heute: minus Steuer.

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Dann: plus Grundeinkommen!

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Und mit einem Grundeinkommen, ausgezahlt an jeden

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- als Steuerfreibetrag -

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würde die Konsumsteuer sogar progressiv.

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Erst wer das Doppelte des Grundeinkommensbetrages ausgibt,

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zahlt dann real Steuern.

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Anfangen könnte man mit dem Grundeinkommen

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bei den Kindern, z.B. ab Jahrgang 2000.

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Und mit den Kindern wächst es in die Gesellschaft hinein.

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Anfangen kann man aber auch beim eigenen Einkommen,

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indem man es einmal anders denkt.